Im Methodenteil zeigst du, wie du zu deinen Ergebnissen gekommen bist. Dazu gehört auch die Transkription, denn sie entscheidet mit darüber, wie du die Interviews auswerten kannst. Dieser Ratgeber zeigt dir, welche Angaben meist erwartet werden, und enthält einen Beispieltext zum Anpassen.
Hinweis: Die Erwartungen unterscheiden sich je nach Fach und Lehrstuhl. Frag deine Betreuung, ob es eine Vorlage oder feste Vorgaben gibt.
Was meist hineingehört
- Umfang. Wie viele Interviews hast du geführt, und wie lang waren sie insgesamt?
- Aufnahme. Wie hast du aufgenommen, und haben die Befragten vorher zugestimmt?
- Transkriptionsregeln. Hast du wörtlich oder einfach transkribiert, und nach welchen Regeln? Mehr dazu im Ratgeber Transkriptionsregeln für qualitative Interviews.
- Vorgehen. Hast du selbst abgetippt oder eine Software genutzt? Nenne bei einer Software den Namen und die Art der Verarbeitung.
- Prüfung. Hast du das Transkript mit der Aufnahme abgeglichen und korrigiert?
- Datenschutz. Wo wurden die Daten verarbeitet und gespeichert, und wie hast du anonymisiert oder pseudonymisiert?
Beispieltext zum Anpassen
Dieser Text ist ein erfundenes Beispiel. Übernimm nur, was bei dir wirklich zutrifft, und ändere die Angaben entsprechend.
Die zwölf leitfadengestützten Interviews (Gesamtdauer etwa zehn Stunden) wurden mit Einwilligung der Befragten aufgezeichnet und anschließend vollständig transkribiert. Die Rohfassung wurde automatisch mit einer Software erstellt, die Aufnahmen wurden dabei auf dem eigenen Computer verarbeitet und nicht an externe Server übertragen. Anschließend wurde jedes Transkript mit der Aufnahme abgeglichen und korrigiert. Transkribiert wurde nach den Regeln der einfachen Transkription. Füllwörter wurden weggelassen, Dialekt wurde an das Schriftdeutsche angenähert. Namen, Orte und Arbeitgeber wurden durch Platzhalter ersetzt.
Typische Fehler
- Nur die Software nennen. Ein Programmname allein sagt nichts darüber, wie du vorgegangen bist. Beschreibe auch die Regeln und die Prüfung.
- Die Prüfung verschweigen. Wenn du automatisch transkribiert hast, gehört der Abgleich mit der Aufnahme in den Text.
- Mehr versprechen, als stimmt. Schreib „anonymisiert“ nur, wenn eine Identifizierung wirklich nicht mehr möglich ist. Führst du eine Zuordnungsliste, ist „pseudonymisiert“ das richtige Wort.
- Abweichungen weglassen. Wenn du deine Regeln unterwegs ändern musstest, erkläre kurz, warum.
Wenn du deine Interviews danach mit Stichwörtern auswertest, findest du dazu mehr im Ratgeber Interviews auswerten.
So unterstützt dich Stillscript
Stillscript erstellt dir auf Knopfdruck einen Absatz für den Methodenteil, mit der Anzahl deiner Interviews und ihrer Gesamtdauer. Den letzten Satz passt du an dein Vorgehen an. Für Betreuung oder Ethikkommission gibt es zusätzlich ein Verarbeitungsprotokoll mit Prüfsummen. Deine Aufnahmen und Transkripte bleiben auf deinem Gerät.