Für eine Abschlussarbeit brauchst du nicht immer ein teures Fachprogramm. Viele werten Interviews mit einer einfachen Tabelle aus. Dieser Ratgeber zeigt dir den Aufbau und sagt ehrlich, wo Excel an Grenzen stößt.
Hinweis: Frag deine Betreuung, welche Auswertungsmethode und welches Programm in deinem Fach erwartet werden.
So baust du die Tabelle auf
- Eine Zeile pro Textstelle. Lege die Spalten Interview, Stichwort, Zitat und Zeitmarke an.
- Stichwörter festlegen. Schreib in einem zweiten Blatt auf, was jedes Stichwort bedeutet. So bleibst du über alle Interviews einheitlich.
- Stellen eintragen. Lies jedes Interview und übernimm wichtige Stellen mit Stichwort in die Tabelle.
- Zählen und vergleichen. Eine Pivot-Tabelle zeigt, welches Stichwort in welchem Interview wie oft vorkommt.
- Zurück zum Text. Lies über den Filter alle Zitate zu einem Stichwort. Daraus entstehen deine Ergebnisse.
Was die Zahlen sagen und was nicht
Die Häufigkeit zeigt dir nur, wo du genauer hinschauen solltest. Ein Thema ist nicht wichtiger, weil es öfter vorkommt. In der qualitativen Forschung zählt, was die Befragten sagen und in welchem Zusammenhang.
Wo Excel an Grenzen stößt
- Viel Handarbeit. Du kopierst jedes Zitat einzeln, und Tippfehler ergeben schnell ein zweites Stichwort.
- Der Zusammenhang fehlt. In der Zeile steht nur das Zitat, nicht das Gespräch drumherum.
- Große Studien. Bei vielen Interviews oder mehreren Auswertenden kann ein Fachprogramm besser passen.
Mehr zur Methode steht im Ratgeber Interviews auswerten.
So unterstützt dich Stillscript
In Stillscript markierst du Stellen direkt im Transkript und gibst ihnen ein Stichwort. Die Übersicht zeigt, welches Stichwort in welchem Interview wie oft vorkommt. Mit Pro bekommst du sie samt aller Zitate als Excel-Datei und sparst dir das Kopieren. Deine Aufnahmen und Transkripte bleiben auf deinem Gerät.